Halloween, 31. Oktober - Glockenschlag 23 Uhr wird traditionell, nach 231 Tagen die Saison abgegongt. Hinter dem Schweizerhaus-Team rund um die Familie Karl Kolarik liegt - wie seit über 100 Jahren - eine intensive Zeit, die von Küche und Service alles verlangt hat, um den mehr als tausend Gästen täglich ein unvergessliches Erlebnis im “Wohnzimmer der Wiener” zu bieten.
Es ist geschafft! - nach 231 Tagen intensivstem Dienst am Gast ertönt zum letzten Mal die Glocke im Schweizerhaus. Das Team rund um die Familie Karl Kolarik verabschiedet sich bis zum 15. März 2027. Glockenschlag 23 Uhr war es vollbracht. Foto: Chris Ernst, Redaktionsnetzwerk PR1, Wien
SCHWEIZERHAUS - Gastgarten der Superlative
Es war ein gelungener Abschied, wie man ihn kennt und schätzt, der jedes Jahr am 31. Oktober durch den Wurstelprater weht. Während in den Monaten zuvor unter den alten Kastanienbäumen bei frisch gezapftem Budweiser Budvar, knuspriger Stelze und Kartoffelpuffern gelacht, debattiert und angestoßen wurde, verdichtet sich die Atmosphäre in den finalen Minuten des Oktoberabends zu einem Gänsehaut-Moment. Die Glocke läutet die Saison aus. Es ist vollbracht.
Der 31. Oktober, der letzte Tag der Saison im Schweizerhaus, gehört traditionell den Stammgästen. Die Plätze sind gezählt und werden sogar vererbt. Wer hier einenTisch erhält, der hat es geschafft und gehört zum “inneren Kreis” der Gäste. Foto: Chris Ernst, Redaktionsnetzwerk PR1, Wien
In diesem Jahr sorgten am 30. und 31. Oktober noch einmal Live-Bands wie Motovidlo aus Prag, das Krügltrio aus dem Mariazeller Land, Wuppa aus der Steiermark und das Quatschbergecho aus dem Waldviertel für den klangvollen Ausklang einer langen Saison. Doch je näher der Zeiger auf die elf Uhr rückt, desto leiser wird das sonst so pulsierende Rauschen des Gastgartens.
Glockenschlag und der Gänsehaut-Moment
Als die Glocke erklingt lässt es niemanden aus dem Schweizerhaus-Team kalt und auch die noch verbliebenen Stammgäste spüren die Magie dieses Augenblicks. Es ist das finale Signal einer intensiven Saison. 231 Tage seit mehr als einem Jahrhundert: Die Kellner – gestählt durch Monate im größten Biergarten der Stadt, jubeln und tanzen befreit zwischen den Tischen und Stühlen.
Was nun kommt, gehört aber auch zum Schweizerhaus, wie die legendäre Stelze und das frischgezapfte Budweiser. Es geht in die Winterpause. Wo eben noch das Klappern von Porzellan, das Lachen von Stammgästen und das Zischen der Zapfhähne den Ton angaben, kehrt plötzliche Ruhe ein.
Winterpause, aber kein Winterschlaf
Bis zum 15. März herrscht nun „Durststrecke“. Das Schweizerhaus schließt die Pforten. Auch wenn hinter den Kulissen modernisiert, repariert und konzeptioniert wird, bleiben die Tore für die Gäste verschlossen, bis die ersten Frühlingsboten exakt und konsequent am 15. März mit dem erneuten Anstich des ersten Fasses das Leben zurück in den Garten holen.

